Kreistagsabgeordneten- Kolumne,
Wie jedes Jahr will auch Ende dieses März' ein breites Spektrum der norddeutschen Neonaziszene durch Lübeck marschieren um ihre pervertierte Sicht der Geschichte zu begehen.
Eine dieser Gruppierungen, die – wie auch dem Internet zu entnehmen ist - auch in Stormarn seit Jahren vertreten ist, sind die sogenannten Autonomen Nationalisten. Auf zahllosen Aufklebern, die jetzt in Reinfeld und Umgebung im Schutze der Dunkelheit auf Verkehrs- und Ortsschildern angebracht wurden, werben sie für ihren “Marsch für die Opfer“ am 27. März in Lübeck – Opfer, die natürlich ihre eigenen historischen Vorgänger zu verantworten haben.
Diese Gruppierung rechter Autonomer, die im allgemeinen als höchst gewaltbereit in Erscheinung tritt, wird mit zahllosen gewaltsamen Übergriffen sowie dem Anschlag auf ein Jugendzentrum in Bargteheide in Verbindung gebracht. Diesen Tendenzen und Gruppen müssen auch wir Stormarnerinnen und Stormarner entschlossen entgegentreten und dafür sorgen, dass Stormarn ein bunter Kreis ist, in dem alle Menschen in Frieden und Sicherheit leben können.
Die Kommunalpolitik in Stormarn muss sich im größerem Umfang dem Neonaziproblem zuwenden und die lokalen Initiativen, die Jugendverbände und die offene Jugendarbeit vermehrt unterstützen.
Doch auch jede/r Einzelne sollte sich seiner sozialen und historischen Verantwortung bewusst werden, denn zu guter Letzt können wir nur gemeinschaftlich den braunen Sumpf trockenlegen. Ein vorbildliches Beispiel zeigt die Bürgerschaft der Stadt Lübeck. Über alle Parteigrenzen hinweg ruft die Bürgerschaft auf, sich an den Protestaktionen gegen den sogenannten „Trauermarsch“ der Neonazis zusammen mit antifaschistischen Gruppen, Kirchen und Gewerkschaften am 27. März zu beteiligen.
Lübeck ist unser kommunaler Nachbar, auch die Stormarnerinnen und Stormarner sollten dem Lübecker Appell folgen.
Hendrik Holtz
DIE LINKE.Fraktion im Stormarner Kreistag