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19. Februar 2010

Fehmarn-Belt-Querung umweltschädlich und teuer auch für Stormarn

Pressemitteilung
„Das Monster-Projekt Fehmarn-Belt-Querung betrifft nicht nur den Kreis Ostholstein oder gar nur die Insel Fehmarn – auch der Kreis Stormarn wird die Auswirkungen der geplanten Brücke zu spüren bekommen! Die Verkehrszunahme, die Folgen für die Umwelt und die finanziellen Lasten werden den Kreis und seine Einwohnerinnen und Einwohner nachhaltig in Mitleidenschaft ziehen!“ Das befürchtet die Stormarner Kreistagsfraktion der Partei DIE LINKE.

Laut Prognose wird neben der erheblichen Zunahme des PKW- und LKW-Verkehrs die Bahn nach Fertigstellung der Brücke ca. 210 Güter- und Personenzüge täglich über diese Strecke rattern lassen. Diese Züge werden auch durch Stormarn rollen mit der entsprechenden zusätzlichen Lärmbelästigung für die Anwohner. Da Güterverkehr Vorfahrt vor dem Personenverkehr hat, werden weitere Verspätungen für die Bahnkunden hinzukommen und die Bahn als Personenverkehrsmittel unattraktiver werden lassen. Gerd Mahrt, LINKEN- Mitglied im Verkehrs- und im Umweltausschuss des Kreistages. befürchtet: „Die angedachte S-Bahn bis Bad Oldesloe ist bei dem Güterverkehrsaufkommen dann auf der zweigleisigen Strecke erst mal abzuschreiben!“

Darüber hinaus erwartet die LINKE- Kreistagsfraktion, dass die immensen Kosten auch den Kreis treffen werden. Die sogenannte Hinterlandanbindung verschlingt laut Schätzung allein für die Bahntrasse zwischen 900 Millionen € und 1150 Millionen €. Hinzu kommt die Autobahnanbindung, so dass etwa 1,7 Milliarden € Kosten anfallen, von denen ein großer Anteil das ohnehin schon hoch verschuldete Land tragen muss. Damit ist das Land, insbesondere im Zusammenhang mit der Schuldenbremse, gezwungen an anderer Stelle Geld zu sparen. Geld, das sonst für wirklich sinnvolle Aufgaben auch im Kreis Stormarn verwendet werden könnte. „Ob dagegen die von den Befürwortern der Belt-Querung herbeigeredeten wirtschaftlichen Effekte für Stormarn wirklich eintreten werden, ist Wunsch und Hoffnung, aber nicht durch Fakten belegt!“, so bekräftigt Fraktionssprecher Heiko Winckel-Rienhoff die Ablehnung der Fehmarn-Belt-Querung durch die Stormarner LINKEN-Fraktion.