Das Atomkraftwerk in Krümmel hat einen neuen Transformator bekommen. Damit ist es eine Frage der Zeit, wann Vattenfall den Pannenreaktor wieder in Betrieb nimmt. Die Stormarner Kreisgrenze ist weniger als 15 km von Krümmel entfernt. Aber auch die Atomkraftwerke in Brunsbüttel, Brokdorf und Stade liegen relativ nahe an Stormarn, insbesondere wenn man die Auswirkungen eines Super GAUs, wie am 26. April 1986 in Tschernobyl, betrachtet. Aber auch im Normalbetrieb geben die Atomkraftwerke reichlich an radioaktiven Stoffen über den Schornstein an die Umwelt ab.
In einer Studie wurde die Krebs- und Leukämierate von Kindern bis zu fünf Jahren untersucht. Dabei wurde eine erhöhte Rate in der Umgebung von Atomkraftwerken festgestellt. Es ist nicht auszuschließen, dass auch Stormarner Kinder betroffen sind.
Obwohl seit 1962 in der Bundesrepublik Atomkraftwerke am Netz sind, gibt es noch keine Endlager. Das es keine sichere Endlagerung gibt ist spätestens seit dem Asse - Desaster klar. Nun soll Gorleben, obwohl die geologischen Formationen mit denen der Asse vergleichbar sind, weiter „ergebnisoffen“ erkundet werden, ohne jedoch alternative Standorte zu suchen.
Da die wichtigste Maßnahme gegen zusätzliche Belastungen durch längere Laufzeiten die Unterschrift unter dem Vertrag eines Atom – unabhängigen Ökostromanbieters ist, ruft auch DIE LINKE zum Anbieterwechsel auf. DIE LINKE wird auch die Anbieterfrage der kreiseigenen Gebäude auf die Tagesordnung nehmen.
Mit Ihrer Teilnahme an der Menschenkette von Krümmel bis Brunsbüttel am 24. April können Sie ein weiters Zeichen gegen den Atomstrom setzen.
Gerd Mahrt, Fraktion DIE LINKE