Detailansicht
21. Juni 2011

BQS nicht plattmachen, sondern Know-How nutzen!

„Jede/r Langzeitarbeitslose in unserem Kreis ist eine/r zu viel, besonders, wenn die Langzeitarbeitslosigkeit durch Vermittlungshemmnisse bedingt ist. Hier hat die BQS in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet. Wichtig ist, das Know-how der BQS bei der Rückgewinnung von Langzeitarbeitslosen für den Arbeitsmarkt zu erhalten.“

 

Mit diesen Worten spricht sich Jürgen Buntkowski, Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Sozial- und Gesundheitsausschuss des Kreistages, für die Beibehaltung und gegen die Liquidierung der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Stormarn BQS aus.

Der Kreistag wird am kommenden Freitag über die Zukunft der BQS entscheiden, die aufgrund der Kürzungen der Förderprogramme der Agentur für Arbeit Schwierigkeiten hat, ihre bisherige Förderung Langzeitarbeitsloser fortzusetzen.

LINKEN-Fraktionssprecher Heiko Winckel-Rienhoff kann die anderen Fraktionen, die sich schon zum Teil für die Auflösung der BQS ausgesprochen haben, nicht verstehen. Nach Auffassung seiner Fraktion hat die BQS besonders bei Arbeitslosen, die besonders große Schwierigkeiten hatten, im 1. Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden, gute Arbeit geleistet. „Es ist nicht nachzuvollziehen“, so Winckel- Rienhoff, „dass im Wirtschafts- und Sozialausschuss die Kreisverwaltung beauftragt wurde, für den Haushalt 2013 (!) ein Konzept für die Betreuung Langzeitarbeitsloser zu entwickeln, aber schon jetzt die BQS liquidiert werden soll. Statt, dass man mit der BQS zusammen neue Konzepte, auch unter Einbeziehung von Kreismitteln, entwickelt, wird erst mal alles auf Null gestellt, um dann in einem Jahr neu anzufangen. Es macht doch keinen Sinn, vorhandene Förderstrukturen wie die BQS jetzt zu zerschlagen, um im nächsten Jahr ähnliche Maßnahmen neu zu erfinden!“