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8. März 2012

Ein Jahr nach Fukushima

Atomkonzerne entmachten, Atomanlagen abschalten - die Energiewende sozialgerecht gestalten!


Am 11. März jährt sich der GAU von Fukushima. Seit einem Jahr dauert die Katastrophe in der Region an. An diesem Jahrestag werden in sechs großen Städten und an Atomstandorten Demos und Aktionen unter dem Motto: "Fukushima mahnt: Atomanlagen jetzt abschalten" wieder Tausende über die Republik verteilt auf die Straßen gehen. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen in Japan, unser Kampf findet hier statt. Der Parteivorstand der LINKEN unterstützt die Demonstrationen und ruft zur Beteiligung auf.

Die Anti-AKW Bewegung, Parteien, Gewerkschaften, Standortinitiativen mit hunderttausenden Bürgerinnen und Bürgern haben eindrücklich, entschieden und gemeinsam gekämpft - gegen die von der Schwarz-Gelben Regierung verabschiedete Verlängerung der AKW Laufzeiten, gegen Atommülltransporte und die Macht der Energiekonzerne. Es wurde demonstriert, blockiert, gemahnt – hunderttausende haben sich für eine wirkliche Energiewende und die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen eingesetzt. DIE LINKE war und ist Teil dieser Bewegung, auch wenn das Thema in der öffentlichen Wahrnehmung jetzt eine untergeordnete Rolle spielt, werden wir nicht müde unsere Forderungen zu vertreten und gemeinsam mit der Anti-Atom-Bewegung zu kämpfen.

  • DIE LINKE fordert den sofortigen Atomausstieg!
  • DIE LINKE fordert Atomkonzerne entmachten - Energieversorgung wieder in öffentliche Hand.
  • DIE LINKE fordert eine sozial gerechte Energiewende für die nicht die Verbrauche sondern die Konzerne bezahlen sollen.
  • DIE LINKE fordert eine verantwortungsvolle Umweltpolitik, die nicht davon ausgeht, dass man sich radioaktiven Abfalls einfach entledigen kann.

Aufruf des Bündnisses zum Fukushima-Gedenktag am 11. März 2012

Am 11. März 2012 dauert die Katastrophe von Fukushima schon ein Jahr an. An diesem Tag gedenken wir der Opfer und wenden uns gegen die weitere Nutzung der Atomenergie. In Deutschland, in Europa, weltweit.

In Deutschland demonstrieren wir

  • an der Urananreicherungsanlage in Gronau: Solange zehn Prozent aller AKW weltweit mit angereichertem Uranbrennstoff aus Gronau versorgt werden können und solange die Bundesrepublik für Atomgeschäfte in aller Welt bürgt, kann von einem Ausstieg aus der Atomenergie keine Rede sein!
  • an den Atomkraftwerken Gundremmingen, Neckarwestheim und Brokdorf sowie in Hannover (AKW Grohnde): Gundremmingen hat - wie Fukushima - Siedewasser-Reaktoren und es ist der letzte deutsche Standort, an dem zwei Reaktoren in Betrieb sind. Neckarwestheim steht in einem erdbebengefährdeten Gebiet. Das Betriebsgelände von Brokdorf liegt in einer Senke, tiefer als der Wasserspiegel der Elbe. Der Stahl, der vor 30 Jahren in Grohnde verbaut wurde, war schon damals technisch überholt.
  • mit einer Lichterkette zwischen Braunschweig-Thune, ASSE II und Schacht KONRAD: Hier setzen wir ein deutliches Zeichen gegen den unverantwortlichen Umgang mit Atommüll.

Wir wollen einen schnellen Ausbau Erneuerbarer Energien in der Fläche: Dezentral, demokratisch und sozial. Diesem Ziel steht die Atomenergie entgegen. Es gibt keine friedliche Nutzung von Atomkraft. Der Weiterbetrieb der noch am Netz befindlichen Reaktoren und Atomanlagen ist nicht vertretbar.

Darum: Schluss damit! Atomausstieg jetzt!