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12. August 2021

Digitalisierung aber wie

Diskussionsveranstaltung der Landesarbeitsgemeinschaft Bildung DIE LINKE.SH und des OV Reinbek der LINKEN mit Sabine Boeddinghaus (Fraktionsvorsitzende der LINKEN in der Hamburger Bürgerschaft), Johann Knigge Blietschau (LAG Bildung DIE LINKE.SH) und N.N. vom OV Reinbek der LINKEN. Moderation: Luca Grimminger, Kreissprecher DIE LINKE Flensburg

DONNERSTAG, 12. AUGUST 2021 UM 19:00 Uhr

Online: us02web.zoom.us

Früher war der Schulranzen eine der teuersten Anschaffungen bei Schulbeginn. Und während die einen stolz einen brandneuen, bunten Marken-Ranzen mitbrachten, mussten sich andere mit dem angestoßenen Exemplar des älteren Geschwisterkindes begnügen. An vielen Schulen ist die teuerste Anschaffung jetzt ein digitales Endgerät. Und während die einen ein modernes Tablet im Unterricht verwenden, beugen sich die anderen über ihr altes Smartphone. Der Digitalpakt hat Milliarden bereitgestellt, um die Schulen mit moderner Infrastruktur auszustatten – die Schülerinnen und Schüler aber nicht.
Digitalisierung ist eine zentrale Zukunftsfrage der Bildung. DIE LINKE fordert, dass digitale Endgeräte der Lernmittelfreiheit unterliegen müssen.

Die Corona-Pandemie legte die soziale Schere der Digitalisierung schonungslos offen. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Prien (CDU) verkündete daher im Juli 2020: „Allen Schülerinnen und Schülern soll das digitale Lernen zu Hause möglich sein. Dafür schaffen wir die Voraussetzungen und können im kommenden Schuljahr leihweise Geräte an die Kinder und Jugendlichen geben, die sie benötigen.“ Dieser Anspruch wurde aber nie eingelöst – bis heute sind zahlreiche Schülerinnen und Schüler unversorgt. In Hamburg lief es besser, aber auch hier wurden die Geräte nur leihweise an Schülerinnen und Schüler ausgegeben.
Was brauchen die Schulen? In der Veranstaltung soll ein Blick auf Erfahrungen aus Hamburg und Schleswig-Holstein geworfen werden um Wege zu einer sozial gerechten Digitalisierung zu diskutieren.