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13. Dezember 2011

Buntes Glinde Eindrücke von der Anti Thor Steinar Demo am 26. November

Mit rund 800 Demonstranten erfuhren die Proteste gegen den Thor Steinar Laden ein echtes Highlight. Angeführt von Bürgermeister Zug und Bürgervorsteher Schneider folgte ein langer Zug von Teilnehmern bestehend aus TSV Glinde, Grüne, SPD, LINKE, [´solid] , SAV, Bürgerbündnis, JugendBündnis, CDU Junge Union, GEW, IG BCE, Ver.di, Theater ut de Möl bis hin zu vielen Glinder Einwohnern vom Mühlencenter bis zum Glinder Berg.

DIE LINKE und [`solid] bildeten hinter ca. 50 Demonstranten einen breiten Block vorne mit dem Transparent „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“ und beidseitig flankiert von Transpis mit der Aufschrift „Hinter dem Faschismus steht das Kapital. Der Kampf um Befreiung ist international“ und „Antifaschistischer Widerstand“. Mittendrin die roten DIE LINKE  und [`solid] Fahnen. Von vorne gesehen machte unser Block mit mindestens 100 Leuten einen imposanten Eindruck.

Kaum hatte sich der Zug in Bewegung gesetzt ertönte schon „Glinde, Glinde das sind wir. Wir wollen keine Nazis hier“ und „Nazis raus“, „Ob Ost, ob West, nieder mit der braunen Pest“, „Hoch die internationale Solidarität“. Unser Block war nicht nur mit der größte und lauteste sondern auch der mit den besten Sprüchen.

Als wir vor dem Laden ankamen, der natürlich wieder seine Rollläden runtergelassen hatte, hielten Bürgermeister, Bürgervorsteher und eine Vertreterin des Bürgerbündnisses ihre Reden. Gerne hätten wir auch unsere Position zu der Existenz dieses Ladens gehalten, doch haben uns die anderen Parteien einen Maulkorb verpasst. Entgegen der bis dahin üblichen Praxis, alles gemeinsam zu besprechen und eine für alle verträgliche Lösung zu finden, wurde jetzt plötzlich gegen unsere Stimme darüber abgestimmt, dass keine Partei spricht. Während SPD, Grüne und CDU nur oberflächliche Floskeln gesagt hätten, wollten wir auf den Zusammenhang von Kapitalismus und Faschismus hinweisen, und dass in Glinde schlechte Jugendpolitik gemacht und die linksgerichteten Jugendlichen in ihrer Entfaltung von der Stadt gehindert wurden, weil sie ein selbstverwaltetes Zentrum gefordert hatten.

Davon haben wir uns nicht unterkriegen lassen und Flugis auf der Demo verteilt, in denen wir auf dieses kleine Schurkenstück hingewiesen haben. Da wir nun kaum Redner hatten und die 3 vorgenannten auch nicht besonders lange sprachen, wurde es bald etwas langweilig. Das Bürgerbündnis hat Waffeln und Kakao verteilt, aus dem Mikro ertönte Musik, man unterhielt sich, die Presse wanderte durch die Reihen, aber ein politisches Flair konnte so nicht wirklich entstehen.

Nun ja, beim nächsten Mal wird es besser, denn leider wird es den Laden wohl noch länger geben, weshalb es auch nicht die letzte Demo war. Dann hoffen wir auch vom Landesvorstand mehr Teilnehmer begrüßen zu dürfen als nur unseren Jugendpolitischen Sprecher. Gegen 14:00 Uhr machten sich die Meisten auf den Heimweg und wir ließen den Tag bei einem Bierchen ausklingen.

Die Demo war für uns ein großer Erfolg. Wir freuen uns das so viele Leute zu unserem Block gefunden haben und danken noch mal allen Teilnehmern für ihr Dabeisein.