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28. Juni 2010

… und das braune Geschwür wächst!


Am 21. Juni 2010 marschierten ca. 60 Neonazis, überwiegend Mitglieder der Autonomen Nationalisten, durch die Innenstadt von Bargteheide. Trotz des großartigen Umstandes, dass sich nach kürzester Zeit ca. 90 Antifaschisten und Bürger zu einer Gegendemonstration zusammengefunden haben, ist das Entsetzen in Bargteheide und dem restlichen Stormarn natürlich groß. Überraschend jedoch ist weder die zahlen- mäßige Stärke der Faschisten noch ihr gewalttätiges Auftreten. Seit Jahren schon steigt die Anzahl rechtsextremer Straftaten, Übergriffe und Schmierereien. Ganz bewusst überschüttet man teile Stormarns mit einer wahren Aufkleberflut um so eine Drohkulisse gegen Antifaschisten und Ausländer aufzubauen. Mit „Blitzdemonstrationen“ und Zusammenkünften will die rechte Bewegung Schlagkraft und Entschlossenheit demonstrieren.

Auch nach dem 65. Jahrestag der Nürnberger Rassengesetze bleibt ihre Botschaft an die Zivilisation immer noch Ausgrenzung, Hass und Terror. Dem muss Einhalt geboten werden!

Die Jugendhilfe und die Politik der Kreise, Städte und Gemeinden muss in Zukunft verstärkt das Problem rechter Strukturen wahrnehmen und nicht länger totschweigen, sondern aufklären und mit den bereits bestehenden antifaschistischen und privaten Initiativen zusammenarbeiten. Auch mit der fortlaufenden Kriminalisierung zahlreicher Antifaschisten muss endlich Schluss sein, vielmehr muss die Polizei durch eine erhöhte Aufklärungsquote rechter Gewalttaten ihren Teil dazu beitragen, dass Stormarn ein Stück sicherer wird.

In der Vergangenheit ermittelten die Polizei und die Strafverfolgungsbehörden allzu oft nachlässig oder zu inkonsequent. Bleibt zu hoffen, dass sich das in Zukunft ändert und die Polizei dem rechten Terror einen höheren und realistischeren Stellenwert einräumt als in der Vergangenheit. Aber letztendlich liegt es an uns allen den braunen Sumpf trockenzulegen.