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7. Juli 2012

Rechtsextremismus in Ahrensburg –

Gibt es das auch bei uns vor Ort? In Hamburgs schöner Nachbarin? Natürlich gibt es Rechtsextremismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit in Ahrensburg. Jeder weiß das inzwischen. Spätestens seit dem Anschlag auf die noch im Ausbau befindliche Moschee kann niemand mehr darüber hinwegsehen. Glücklicherweise gab es eine prompte Reaktion der in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien darauf, der sich aufrechte Bürgerinnen und Bürger anschlossen. Die Linke Ahrensburg begrüßt dies außerordentlich.

Schade nur, dass es so lange gedauert hat, bis es zu einer geschlossenen Reaktion der demokratischen Parteien gereicht hat. Der Standpunkt des Bürgermeisters Sarrach und der Verwaltung ist weniger entschieden:

Der Bericht der Verwaltung verharmlost das Problem, indem er rechtsextremistische Strukturen in Ahrensburg bestreitet. Wo fängt denn bitte sehr „Struktur“ an? Wenn regelmäßig rechtsextremistische Aufkleber die Stadt verschandeln, wenn Nachbarn in Angst leben, weil auf dem Nebengrundstück Schießübungen statt finden … sind das keine rechtsextremistischen Strukturen? Muss erst ein Ortsverband der NPD oder eine Kameradschaft gegründet werden, müssen „sächsische Verhältnisse“ in Ahrensburg Einzug erhalten bis die Verwaltung ein Problem sieht? Die Linke sagt entschieden NEIN! Es muss JETZT gehandelt werden. Deshalb arbeitet die Linke kontinuierlich und engagiert mit beim Runden Tisch gegen Rechtsextremismus. Deshalb waren Mitglieder der Linken zugegen, als die Kundgebung „Ahrensburg ist bunt“ nach dem Anschlag auf die Moschee stattgefunden hat und haben dort Farbe bekannt und ihre Fingerabdrücke auf dem Transparent hinterlassen.

 

Am Samstag, 14.07.2012 veranstaltet Roter Stern Kickers ein antirassistisches Fußballturnier auf dem Stormarnplatz. Auch hier werden Mitglieder der Linken gemeinsam mit dem Runden Tisch gegen Rechtsextremismus zugegen sein. Wir freuen uns über das Engagement der Fußballer in unserer Stadt. Roter Stern Kickers ist ein Ahrensburger Fußballverein, der sich neben dem Sport auch auf dem Fußballplatz für Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit engagiert. Einige der Fußballer verbringen ihre Freizeit im JuKi 42, das Jugendzentrum, das im letzten Sommer von Neo-Nazis überfallen worden ist und deren Besucher sich anschließend sagen lassen mussten, das sie doch möglicherweise selber Schuld seien am Angriff, da sie sich deutlich und offen gegen Rechtsextremismus positionieren.

Auch deshalb freut sich die Linke auf ein weiteres Zeichen gegen Rechtsextremismus in Ahrensburg. Fast 40 Mannschaften haben sich zum Turnier angemeldet. Wir wünschen den Teilnehmern spannende Spiele in entspannter freundschaftlicher Atmosphäre und ganz besonders viele Zuschauer!!!