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5. September 2015

Inseln der Glückseligkeit? Tempi passati?

Lange Zeit gehörten die meisten Städte und Gemeinden in Stormarn zu den „Inseln der Glückseligkeit“, die gar nicht bzw. nur in geringem Umfang von dem Fluglärm betroffen waren. Das hat sich aber jetzt seit einigen Jahren sehr geändert.

Mittlerweile klagen viele Städte und Gemeinden (z.B. Ahrensburg, Elmenhorst und Bad Oldesloe) über die gravierende Zunahme der Lärmbelästigung durch die nach Fuhlsbüttel fliegenden Maschinen. Sie fliegen häufiger und viel niedriger über den Kreis Stormarn. Erst kürzlich war wieder zu lesen, daß die Anzahl der Flugbewegungen künftig noch weiter zunehmen wird.

Das bedeutet aber dann, daß die Menschen in Stormarn noch stärker unter dem Fluglärm leiden. Ursache ist wohl auch die generelle Verlängerung des Endanfluges auf den Hamburger Flughafen von mindestens vier (7,41 km) auf mindestens sieben (12,96 Kilometer) nautische Meilen.

Es wird daher Zeit, daß die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der betroffenen Städte und Gemeinden, der Stormarner Kreistag und letztlich

auch der Landtag Schleswig-Holsteins sich jetzt endlich mit dieser Angelegenheit befassen und dafür Sorge tragen müssen, daß die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Stormarn nicht dauerhaft unter extremem Fluglärm zu leiden haben.

Niemand will sicherlich, daß keine Flugzeuge mehr in Fuhlsbüttel starten und landen, da ja auch viele Stormarnerinnen und Stormarner gerne in entfernte Länder fliegen. Allerdings muß sichergestellt sein, daß die Flugbewegungen auch gerecht auf alle vier Himmelsrichtungen verteilt werden und nicht nur einige wenige Ortschaften im Kreis Stormarn davon betroffen sind. Sinnvoll ist es auch keinesfalls, wenn sich Bürgerinitiativen dazu hinreißen lassen, eine Klassifizierung vorzunehmen, die anderen Städten und Gemeinden unterstellt, weniger Fluglärm ertragen zu wollen als die eigene. Alle Betroffenen in Stormarn sowie die Bürgerinitiativen gehören an einen Tisch und müssen gemeinsam mit der Politik versuchen, hier eine Reduzierung des Fluglärms über dem Stormarner Gebiet zu erreichen.

Die Linke im Kreis Stormarn wird sich auf jeden Fall für die Interessen der lärmgeplagten Stormarner einsetzen.

 

Heidi Beutin, Kreistagsabgeordnete für Die Linke im Stormarn