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22. Mai 2022

Antrag: Kreistagsfraktion unterstützt Kreisjugendring

Nach über 2 Jahren hat die Corona Pandemie ihre tiefen Spuren in der deutschen Soziallandschaft hinterlassen. Insbesondere die Landschaft der ehrenamtlichen Jugendpflege steht vor sehr großen Herausforderungen um die bestehenden Angebote weiter finanzieren zu können. Auch im reichen Kreis Stormarn sieht es nicht anders aus.

 

Das bedeutet eine Verschlechterung der Angebote / Nutzung der so wichtigen Kinder- und Jugenderholungsmaßnahmen um mehr als 50 %.

 

Eine weitere besorgniserregende Kennzahl für den Zustand der ehrenamtlichen Jugendarbeit im Kreis ist die Beantragung von Jugendgruppenleiter*innen Cards (Juleica). Waren es im Jahr 2019 noch 211 Anträge auf Ausstellung einer Juleica, so ist die Zahl auf 78 Anträge im Jahr 2021 gesunken. Dabei ist dies nicht nur die Folge von Veranstaltungsbeschränkungen aufgrund der Pandemiesituation, sondern auch eines sinkenden Bedarfs an Juleica- Ausbildungen. Mehrere Ausbildungen kamen aufgrund mangelnder Anmeldungen nicht zustande.

 

Die Kreistagsfraktion DIE LINKE. hält es genau wie der KJR für dringend geboten, diesen Trend deutlich entgegenzuwirken, da die ehrenamtlich getragene Jugendarbeit als ein zentraler Sozialisationsort für Kinder- und Jugendliche in Stormarn weiterhin unverzichtbar ist.

 

Zusammen mit der Erhöhung der Grundförderung der Jugendarbeit kann die zusätzliche Förderung der Jugendgruppenleiter*innen Grundausbildung und die Investitionsförderung eine wichtige Unterstützung der Jugendarbeit darstellen.

 

Daher hat der Kreisjugendring den Antrag eingebracht, dass in Stormarner anerkannte freie Träger der Jugendarbeit auf Antrag, die Möglichkeit beim Kreisjugendring Stormarn e. V. einen Antrag auf Investitionszuschuss von 75% der Gesamtkosten, bis maximal 3.000,00 € jährlich zu stellen.

 

"Die Kreistagsfraktion DIE LINKE. unterstützt den Antrag des KJR voll und ganz, zumal es keine Mehrkosten entstehen werden, da noch nicht abgerufenen Mittel umgeschichtet werden könnten. Wir müssen nach Corona wieder eine Trendwende in der Jugendarbeit schaffen. Der Kreis Stormarn rühmt sich zu recht seinem reichen Angebot im Bereich der Jugendpflege. Jetzt ist der Moment gekommen, indem der Kreis beweisen kann, dass er nicht nur die Früchte erntet, sondern auch bereit ist für die unbürokratische Finanzierung dieser Angebote zu sorgen. Die freie Jugendpflege im Kreis muss wieder belebt werden. Die jungen Menschen sind von den psychischen Folgen der Pandemie besonders betroffen, daher muss das Angebot an Freizeitangeboten abgesichert werden und eine angemessene Zahl von Jugendgruppenleiter*innen ist dafür wesentlich!" erklärt Hendrik Holtz; Mitglied der Arbeitsgruppe Kinder und Jugendchancen des Kreises Stormarn.