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28. Oktober 2021

Große Freude über die Einführung der Bildungskarte in Bad Oldesloe

Es war eine nicht alltägliche Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen der CDU und der Linken die die Einführung der Bildungskarte im Kreis Stormarn und jetzt in Bad Oldesloe aus einem Beschluss zu einem wirklicher Verbesserung für Kinder und Jugendliche werden lässt. Die Ausgabe der Bildungskarte soll in Bad Oldesloe am 01.01.2022 beginnen. Das kündigt die Verwaltung der Stadt Bad Oldesloe in der Sitzung des Bildungs-Sozial und Kulturausschuss am 27.10.2021 an.

Das freut die beiden Fraktionsvorsitzenden Hendrik Holtz (Die Linke) und Jörn Lucas (CDU). „Wir haben gemeinsam viel Engagement und Beharrlichkeit eingebracht und haben zunächst beim Kreis Stormarn und anschließend in der Stadt Bad Oldesloe immer wieder nachgefragt. Deshalb ist die Freude jetzt groß“, berichtet Lucas. „Deshalb sollten wir jetzt die Ankündigung des Starts auch positiv aufnehmen“ ergänzt Holtz. „Ausgangspunkt war, dass die Linke im BSKA das Thema immer wieder angesprochen hat und wir den Ball dann aufgenommen haben. Ohne unsere Zusammenarbeit hier in Bad Oldesloe, wäre die Bildungskarte im Kreis Stormarn nicht eingeführt worden“ fasst Lucas zusammen.

Und er Weg war lang: Der Kreis Stormarn hat im Jahre 2016 die Einführung der Bildungskarte vor, um die organisatorische Abwicklung des Bildungs- und Teilhabepakets endlich den Standards in den anderen Kreisen des Landes Schleswig-Holstein anzupassen. Und zur endgültigen Umsetzung hat es dann 6 weiter Jahre gedauert. Die Nachbarkreise Segeberg und Ostholstein arbeiten dagegen seit 2013 erfolgreich mit einer Bildungskarte.

Ab der Weg ist noch nicht zu Ende, denn die Einführung der Bildungskarte ist mit einer Informations- und Organisationsmaßnahmen verbunden, die vor und während der Einführung der Bildungskarte notwendig sind. Denn die Möglichkeit der Bildungskarte nutzt nur wenig, wenn die Möglichkeiten nicht genutzt werden. Es nehmen immer noch nicht genug Kinder- und Jugendliche, bzw. deren Erziehungsberechtigte, die Mittel an, um damit Kosten z.B. für Mensaverpflegung, Beiträge für Sportvereine, Schwimmkurse oder Freizeitmaßnahmen zu reduzieren. Das hat auch mit dem erheblichen Verwaltungsaufwand zu tun, der mit der Einführung der Bildungskarte erheblich vereinfacht werden soll. Wir wissen, dass die Sportvereine vor Ort die Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket bisher nur verhalten abfordern. Bei anderen Nutzern ist dies ähnlich. Damit die Bildungskarte nutzbar wird, müssen auch die Anbieter die Möglichkeiten aufnehmen. Es ist daher notwendig, den Organisationen vor der Einführung der Bildungskarte das System bestehend aus Bildungs- und Teilhabepaket und Bildungskarte erneut zu erläutern, damit genügend Angebote eingerichtet werden, bzw. die bestehenden Angebote auch für die Zielgruppe nutzbar gemacht werden können.

Zudem ist die Möglichkeit Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zu bekommen, noch vielen Familien unbekannt. Gerade dort wo diese Mittel dringend gebraucht werden, schrecken Menschen vor dem Verwaltungsakt zurück. Auch hier ist eine Information vor der Einführung der Bildungskarte notwendig.