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27. Januar 2022

Bargteheide: Gedenken an Luise Zietz

Vor 100 Jahren am 27.Januar 1922 starb Luise Zietz.

Sie ist in Bargteheide geboren und in einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Als Kämpferin für Frauenrechte an der Seite von Clara Zetkin wurde sie über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt. Symbolisch dafür steht durch sie mit initiierte Internationale Frauentag, der heute weltweit begangen wird.

Im Juni 1915 stellte sie sich an der Seite Karl Liebknechts gegen die Unterstützung des Krieges durch die Burgfriedenspolitik der SPD-Führung.

1917 verließ sie die SPD und wurde Gründungsmitglied der USPD und Mitglied im Zentralkomitee der Partei. Die USPD und ihre Führung spielte eine wichtige Rolle bei den Massenstreiks 1917/18 gegen den Krieg. Für ihre Beteiligung daran wurde Luise Zietz verhaftet. Im November 1918 war sie an Planung und Organisation für den revolutionären Aufstand in Berlin beteiligt. Die Novemberrevolution brachte viele Errungenschaften (8 h Tag, Frauenwahlrecht, Abschaffung Ständewahlrecht, betriebliche Mitbestimmung, Anerkennung der Gewerkschaften uvm.) für die deutschen ArbeiterInnen.

Auch wenn Luise Zietz nicht in die KPD wechselte, blieb sie ihren MitkämpferInnen verbunden. So sprach sie am Grab von Karl Liebknecht und später am Grab der ebenfalls ermordeten Rosa Luxemburg.

Bei der Reichstagswahl 1920 erreichte die USPD 17,6% und hatte 900.000 Mitglieder. Luise Zietz war bis zum ihrem Tode im Vorstand der USPD.

Begraben ist sie auf dem Friedhof der Sozialisten in Berlin.

 

In Stormarn tragen einige Straßen Ihren Namen. In der Stadt hrer Geburt und Jugend reicht es leider nur für einen kleinen Weg: Den "Luise Zietz Weg". Auf der Erinnerungstafel an den Straßen(Weg)schildern vereinnahmt die SPD ihr Erbe für sich.

Die Linke Stormarn gedenkt ihrer an ihrem Todestag am Namensschild des Weges in Bargteheide mit einem Blumengruß.