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19. September 2018

Der Hambacher Forst ist zum Menetekel verfehlte Umweltpolitik geworden

Wenn, es um Wirtschaftsinteressen geht, dann zeigt sich die Staatsmacht und Politik von Ihrer
uncharmanten Seite. Der Hambacher Forst zwischen Köln und Aachen, soll zugunsten des
Braunkohleabbaus und somit zur Klimaverschmutzung beitragen. Der Energiekonzern RWE
möchte von 200 ha den Hambacher Forstes auf 100 ha abholzen. Die Klagen um den Wald zu
erhalten wurde abgewiesen, sodass am 01.10.2018 mit der Rodung begonnen werden kann.
Seit Jahren kämpfen tapfer und unermüdlich Naturschützer für den Erhalt des Hambacher
Forstes. In Form von Baumhäusern besetzen engagierte Bürger die Bäume, um diese vor
Rodung und Zerstörung zu, schützen. Dieses Engagement kann man nicht hoch genug loben.
Wie aus den Medien zu vernehmen ist, rückte ohne Vorwarnung ein Überfallkommando von
Polizeikräften an, um die Baumbesetzungen zu, beenden. Das mit fadenscheinlichten
Begründungen wohlgemerkt. Dabei ging die Polizei unverhältnismäßig hart gegenüber den
Besetzern vor. Mit der Rodung des Hambacher Forstes, verschwinden nicht nur 1.200 Jahre
alte Baumbestände, sondern ist ein Anschlag auf alle Lebewesen. Für die Tiere, weil man
deren Lebensraum vernichtet. Für die Menschen, weil erneut die Naherholung fehlt. Für
Kinder, die in naher Zukunft bald kaum noch Grün kennen, sondern nur noch Beton und
Straßenbelag kennen werden. Wir beklagen den Klimawandel und verhalten uns aber
gegensätzlich dazu.
Es geht hierbei nicht nur um 100 ha Rodung eines sehr alten Waldes, sondern auch prinzipiell
wie wir ehrlich zur Natur und Klima stehen. Wenn, wir es zulassen, das Wirtschaftsinteressen
vor Klimaschutz gestellt werden, sollten wir in Zukunft zum Thema Klimaveränderungen
einfach den Mund halten. Wir können nicht ewig so weiterleben auf Kosten der Natur und
zukünftigen Generationen. Wir berauben nicht nur den Lebensraum seltener Tiere und
Pflanzen, sondern im schlimmsten Fall die Lebensgrundlager zukünftiger Generationen. Zu
sehr sind wir noch egoistisch und kümmern uns um unser alleiniges Wohl. Nachhaltigkeit
sieht anders aus. Auch wenn, es schwerfällt: Wir müssen heute schon lernen verzicht zu,
üben. Der Hambacher Forst ist zum Menetekel verfehlter Umweltpolitik und
gewinnorientierten Großkonzernen wie die RWE geworden. Der Braunkohleabbau gehört zu
dem schädlichsten Klimasünder der Welt und ist zudem ein Auslaufmodell. Warum also noch
100 ha Wald roden? Rettet den Hambacher Forst. Unterstützt, die tapferen und zahlreichen
Naturschützer. Setzt ein Zeichen gegen obszöne Wirtschaftsinteressen. Danke.
Oliver Böge