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27. Mai 2015

Flüchtlinge

Ich stelle mir vor: Meine Familie und ich wären verfolgt, wir müssten um Leib und Leben fürchten, wir wären Flüchtlinge – wir wären von Herzen dankbar, wenn wir in Deutschland aufgenommen und uns Asyl gewährt worden wäre.  Ich stelle mir weiter vor: Wir wären nach Ahrensburg gekommen und würden eine Wohnung im Ahrensburger Kamp finden, wo wir unbehelligt und nach langer Zeit ohne Angst leben könnten. Die Kinder könnten nachts ruhig schlafen, wir Eltern müssten nicht befürchten, unsere Kinder könnten von Bomben zerrissen werden. Vielleicht fänden wir Kontakte zu freundlichen Nachbarn, die uns helfen würden, dass wir uns hier zurecht finden und einleben. Und der „Freundeskreis für Flüchtlinge Ahrensburg“ würde uns zur Seite stehen: wir könnten Deutschkurse besuchen und an Informations- und Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen, die die Volkshochschule Ahrensburg, die AWO und das „NetzWERK Migration & Integration“ anbieten. Uns wäre sehr geholfen; wir wären den Ahrensburgern von Herzen dankbar ! –

Wir wissen: Flüchtlings- und Asylfragen haben globale Perspektiven (Flüchtlingskatastrophen in Südasien), EU-Perspektiven (Schengen-Abkommen zur Sicherung der europäischen Außengrenzen, z.B. Griechenlands, Italiens, Spaniens; das Dublin II-Abkommen, das die “sicheren Drittländer“ geschaffen hat), schließlich nationale Perspektiven.

Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments, hat gerade beklagt, dass bislang nur 9 EU-Staaten 90% der Flüchtlinge aufgenommen haben. Daher die Initiative der EU-Kommission, allen EU-Staaten offiziell nach bestimmten Kriterien Flüchtlingskontingente zuzuteilen.

Die Bundesregierung hat beschlossen, eine bestimmte Anzahl von Flüchtlingen aufzunehmen;  diese werden an die Bundesländer weiter gereicht, die die Flüchtlinge auf die Kommunen ver-teilen.

Für Ahrensburg bedeutet das: für 2015 wird prognostiziert, dass die Stadt Ahrensburg 314 Flüchtlinge aufnehmen muss (Mitteilung von Herrn Zirkel vom Fachdienst Soziale Hilfen am 19.5.). Jetzt leben schon 120 bis 180 Flüchtlinge in Ahrensburg.

Für die Flüchtlinge werden dringend Wohnungen gesucht !

Der „Freundeskreis für Flüchtlinge Ahrensburg“ informiert darüber, was gebraucht wird und wie geholfen werden kann. Hilfe ist dringend nötig !

Joachim Land, DIE LINKE