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22. Januar 2015

FRACKING – auch bei uns ?

„Berliner Firma will auf Fracking bei Trittau“ - so überschrieb eine Hamburger Tageszeitung kurz vor Weihnachten einen Artikel über ein Fracking-Vorhaben in Stormarn, z.B. bei Glinde und bei Reinbek. An der Informationsveranstaltung in Trittau beteiligten sich viele Bürger, anwesend waren auch ein Vertreter des zuständigen Bergbauamtes, der CDU-Abgeordnete des Bundestages für Stormarn, die Vertreterin des beteiligten Unternehmens und der Bürgermeister von Trittau. Die beteiligte Firma heißt `PRD Energy`; hinter ihr stehen ein kanadisches Unternehmen und die amerikanische Firma ExxonMobile. Das zuständige Bergbauamt hat der Firma `PRD Energy´ bereits erlaubt, Pobebohrungen nach Erdöl und Erdgas vorzunehmen.

„Beim Fracking-Verfahren werden per Tiefbohrung Chemikalien in den Boden gepresst, die zu Rissen im Gestein führen und Öl und Gas freisetzen“, so erläutert die Hamburger Zeitung das Verfahren. Bei einer solchen Methode muss hoher Druck angewendet werden, damit das öl- bzw. gashaltige Gestein gespalten wird. Wie sich das auf die Tektonik der Erdschichten auswirkt, ist völlig unklar. Ebenso unklar ist, wie die giftigen Chemikalien, die verwendet werden, das Grundwasser und die Trinkwasserversorgung beeinflussen.

Gernot Kalkoffen, Exxon-Europa-Chef, hält die Fracking-Methode für vollkommen „sicher“. Für diese Verharmlosung erhält er vom Nabu-Verband den `Dinosaurier des Jahres´ 2014.

Auch die Bundesregierung verharmlost. Der Gesetzentwurf der Koalition zum Fracking – den gibt es schon ! – verbietet das Fracking grundsätzlich, jedenfalls zunächst und zwar bis zu einer Tiefe von 3000 Metern! D.h. „bis zu jener Tiefe, in der sich in Deutschland das meiste Schiefergas befindet“. Bei günstigen Probebohrungen oberhalb der 3000 Meter-Grenze kann ein Expertengremium Ausnahmegenehmigungen beschließen, nachdem zuvor das Umweltbundesamt die verwendeten Chemikalien für ungefährlich erklärt hat.

Bundesumweltministerin Hendricks: „Wir legen (…) die strengsten Regelungen im Bereich Fracking vor, die es jemals gab.“ !!

Solange es keine seriösen Forschungsergebnisse über die Folgen des Fracking-Verfahrens für Umwelt und Bewohner gibt, sollten wir uns von Informationen, die sich wissenschaftlich ge-ben, nicht einlullen lassen ! Ebenso wenig sollten wir uns von Politikern, die uns für dumm zu verkaufen versuchen, täuschen lassen !



Joachim Land, Die Linke