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13. Januar 2023

Bad Oldesloe: LINKSFRAKTION. erklärt Solidarität mit Demonstrant*innen in Lützerath

Bereits seit 2020 lässt der Tagebaubetreiber RWE in Lützerath Pflanzen vernichten und Häuser abreißen. Im Rahmen der Proteste von Braunkohlegegnern und Klimaschützern wurden sehr schnell eine Mahnwache installiert, Dorfspaziergänge und Demonstrationen veranstaltet und es kam wiederholt zu kleineren Hausbesetzungen.

Zum Jahresende 2021 wurde zudem einer der ins Eigentum von RWE Power übergegangenen Höfe endgültig von den Umweltaktivisten besetzt.

"Die Ortschaft wurde erstmals 1168 in einer Urkunde als Lutzelenrode erwähnt. Dieser kleine Ort hat eine über 850 jährige Geschichte und hat dabei den Stürmen des Schicksals all den Jahrhunderten getrotzt! Und nun soll dieser Ort weichen wegen der Gier eines Konzerns? Als Kommunalpolitiker ist es sehr schmerzlich zu sehen, wie hier ein Gemeinwesen mit einer langen Geschichte für immer zerstört werden soll. Und wofür eigentlich? Damit eine klimaschädliche und veraltete Art der Energiegewinnung weitergeführt werden kann? Wir sagen Nein!

Die Zeit in der ganze Städte und Ortschaften von der Landkarte getilgt wurden, um Energieträger für Vergangenheitstechnologien zu gewinnen, ist endgültig vorbei!

Unser ganzer Respekt und unsere ganze Solidarität gehört den Menschen, die nun in Lützerath dafür kämpfen, dass klimaschädliche Technologien nicht länger die Umwelt und die Zukunft der Menschheit zerstören. Wir fordern die Polizei auf, den Räumungseinsatz zu beenden, da unter Abwägung der Rechtsgüter RWE kein Recht mehr auf irgendwelche Ansprüche besitzt.

Offizielle Zahlen zu den Vertreibungen aus Braunkohledörfern in Deutschland gibt es übrigens seltsamerweise nicht. Nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz wurden in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg mehr als 130.000 Menschen für den Braunkohletagebau umgesiedelt..." erklärte Hendrik Holtz; Fraktionsvorsitzender der LINKSFRAKTION. Bad Oldesloe.