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19. August 2019

Hört auf die Kinder & Jugendlichen - sie haben öfter recht, als manche von uns glauben!

Am 24.06.2019 hat die Stadtverordnetenversammlung gegen die Stimmen von uns (DIE LINKE.), der SPD und der FDP den Antrag beschlossen aus der letzten in der Innenstadt verbliebenen Grünfläche einen temporären Parkplatz für Autos und eine Baunebenfläche für den Rathausanbau zu machen.


Zum Zeitpunkt der Stadtverordnetenversammlung lag der letztendlich beschlossene Antrag noch gar nicht vor, dieser wurde im Hau-Ruck-Verfahren während der Sitzung von der Verwaltung geschrieben und den Stadtverordneten vorgelegt. Eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Antrag war so mitnichten möglich. Viel schlimmer ist aber, dass zu diesem Zeitpunkt auch noch eine Online-Petition des Kinder- & Jugendbeirats (KiJuB) lief. Aus unserer Sicht hätte es zur Fairness gehört diesen Antrag nicht zu beschliessen, solange die Petition noch läuft. Die SPD und auch wir haben darauf hingewiesen, CDU & Grüne war das egal und sie haben den Antrag mit Ihrer Mehrheit und der Unterstützung der WAB beschlossen. Der Antrag beinhaltet auch den Start eines Ideenwettbewerbs für die Errichtung einer Tiefgarage mit einem integrierten urbanen Park.


Wie auf einer offenen Tiefgarage ein urbaner Park entstehen soll, wo es ziemlich sicher ein Licht- & Luftschlitz in der Mitte und um die Tiefgarage herum geben wird bleibt unbeantwortet.


Es gibt allerdings einen einstimmigen Beschluss, dass auf dieser Fläche ein Mehrgenerationenpark entsteht, ein Projekt was seit mehreren Jahrzehnten von Kindern und Jugendlichen gefordert wird und nahezu bei jedem Jugend im Rathaus-Planspiel von Schüler_innen erarbeitet wird.

Für unter anderem dieses Projekt gibt es zugesagte Fördermittel von über 2 Millionen Euro bei Umsetzung - interessieren tut das augenscheinlich weder die Verwaltung, noch CDU & Grüne.

Die Petition des Kinder- und Jugendbeirats ist inzwischen abgeschlossen und 1669 überwiegend Ahrensburger oder Menschen aus der Umgebung haben diese unterschrieben. Das veranlasst den KiJuB jetzt einen Antrag zu stellen, dass die Punkte aus dem Beschluss vom 24.06.2019, welche die Errichtung eines temporären Parkplatzes beinhalten aufzuheben.

Diese Initiative unterstützen wir uneingeschränkt! Kein_e Stadtverordnete_r darf die Interessen so vieler jungen Menschen ignorieren. Wir wünschen uns immer, dass Kinder- und Jugendliche sich stärker einbringen und Initiativen voranbringen, das tun sie jetzt sehr laut und deutlich - lasst uns auf sie hören! Lasst uns gemeinsam in Zeiten einer bevorstehenden Klimakrise zügig über alternative Mobilität sprechen und die Innenstadt mittelfristig autofrei gestalten - es wird höchste Zeit!

Hoffnungsvoll,

Ali Haydar Mercan

Fraktionsvorsitzender DIE LINKE.