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25. Oktober 2018

Stadtentwicklung in Ahrensburg

Seit langer Zeit wird in Ahrensburg diskutiert, was und wo in der Innenstadt gebaut werden soll. Es geht um Wohnhäuser, Supermarkt, Kino, Rathauserweiterung und Stormarnplatz. Wir finden, dass man auch endlich darüber nachdenken sollte, die zuführenden Straßen zum Rondeel vom Autoverkehr zu befreien, um damit die Innenstadt zu beruhigen. Sicher werden jetzt die Kaufleute aufschreien, dass dann die Kundschaft wegbleibt, wenn sie nicht mehr direkt vor dem Laden parken kann. Aber mal ganz ehrlich: Wie oft bekommen Sie wirklich genau vor jedem Laden einen
Parkplatz in dem Sie einkaufen möchten? Erhebungen durch Sozialdata haben ergeben, dass weniger als 50 Prozent der Autofahrer zum Einkaufen in die Stadt fahren. Der Großteil des Einzelhandelssterbens liegt am Bau von Einkaufszentren außerhalb der Innenstadt und am zunehmenden Onlinehandel. Shopping in kleinen Einzelhandelsgeschäften hat auch etwas mit Erholung zu tun. Die stellt sich aber nicht ein, wenn überall Autos fahren.
Wie schön könnte es sein, bequem und ohne Gefahr durch die Straßen zu schlendern, sich die Auslagen in Ruhe anzusehen, ohne Fußgängern oder Radfahrern im Weg zu stehen, die sich über die viel zu schmalen Fahrradwege an parkenden Autos vorbeischlängeln. Die Außengastronomie könnte erweitert werden und die Menschen zum Verweilen locken, die sicher auch in das eine oder andere Geschäft dann shoppen gehen.
Der Luftqualitätswert und Lärmpegel würden verbessert werden und damit auch die Lebensqualität aller.
Eine Verkehrsberuhigung würde sicher auch Menschen zum Radfahren bewegen, die dies wegen des Autoverkehrs
bisher vermeiden. Natürlich muss sichergestellt werden, dass ausreichend Parkraum fußläufig erreichbar ist. Durch bereits bestehende Parkhäuser und Tiefgaragen sind wir dafür bereits gut aufgestellt. Auch muss beachtet werden, dass Menschen, die eingeschränkt gehfähig sind, besondere Parkmöglichkeiten bekommen und Arzt- und
Physiotherapiepraxen erreicht werden können. Zusätzlich sollte auch über ein verändertes Angebot im Bereich
ÖPNV gesprochen werden. Denkbar wären zum Beispiel kleine Pendelbusse.
Es gibt sicher einiges zu beachten, damit alle ihre Wünsche in einer Kompromisslösung wiederfinden.
Aber wir sollten anfangen darüber zu reden. Bitte beteiligen Sie sich und teilen Sie uns
auch ihre Meinung dazu mit. Kommen Sie dazu gerne in die Ortsverbandssitzung von DIE LINKE am Donnerstag,
25. Oktober 2018 um 19:00 Uhr im Peter-Rantzau-Haus oder an jedem 4. Donnerstag
im Monat.

Mit freundlichen Grüßen,
Karin Schrader,
Bürgerliches Mitglied
Fraktion DIE LINKE