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19. Juni 2013

Krieg: Made in Germany - Produktion und Export deutscher Rüstungsgüter

Diskussionsveranstaltung mit Jan van Aken, MdB am Mittwoch, 19. Juni 2013, um 19.30 Uhr in Reinbek.

War made in Germany: In Deutschland wird am Krieg verdient

Die Bundesrepublik ist weltweit drittgrößtes Rüstungsexportland - dank einer florierenden Industrie und einer Politik, die das Geschäft mit dem Tod am Laufen hält.

Die Bundesregierung genehmigte im Jahr 2011 Rüstungsexporte im Wert von 10,8 Milliarden Euro - ein Rekordhoch.

Selbst vor Waffenlieferungen in Krisenregionen und an Diktaturen wird dabei nicht zurückgeschreckt: Kampfpanzer für Saudi-Arabien, Kriegsschiffe und Grenzsicherungssysteme an Algerien oder Drohnen für Südkorea sind nur einige Beispiele.

Am gefährlichsten sind aber die Kleinwaffen: Durch Gewehre oder Pistolen sterben täglich über 1300 Menschen. 90 Prozent der Kriegstoten fallen Kleinwaffen zum Opfer. Deutschland verdient auch hier kräftig mit, denn in Deutschland sitzen weltweit führende Kleinwaffenhersteller.

Jan van Aken kämpft seit langem gegen den Einsatz von Waffen: Als Mitbegründer des Vereins Sunshine Project zur Ächtung von Biowaffen, als Begründer und Leiter der Forschungsstelle Biowaffen-Kontrolle an der Uni Hamburg oder als Biowaffeninspekteur der Vereinten Nationen – van Aken hat Inneneinsichten. Seit 2009 setzt er sich im Bundestag für ein Verbot von Waffenexporten ein