22. November 2010

Anfrage zum Brandschutz im Zusammenhang mit Massentierhaltung

An den

Landrat des Kreises Stormarn
Herrn Klaus Plöger

Stormarnhaus

Bad Oldesloe

Anfrage an die Kreisverwaltung gem. § 12 der Geschäftsordnung


Sehr geehrte Herr Plöger,
nach einer Studie der Van – Hall – Larenstein Hochschule Leeuwarden, Niederlande, verbrannten in den Jahren 2005 bis 2009 bei 30 Stallbränden 711.934 Stück Federvieh. Das sind im Schnitt pro Brand mehr als 23.000 Tiere.

Für Deutschland liegen keine verlässlichen Zahlen vor. Die Problematik dürfte aber auf deutsche Stallungen übertragbar sein, wobei nicht nur Federvieh betroffen sein dürfte.
In der Schleswig-Holsteinischen Landesbauordnung heißt es:

§ 15 Brandschutz Anlagen sind so zu planen, anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind; hierbei sind auch die Belange von Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen.“


Ich frage die Verwaltung:

  1. Wie wird diese Vorschrift bei Genehmigungsverfahren von Ställen, insbesondere was die Rettbarkeit der Tiere angeht, umgesetzt?

  2. Wurden Baugenehmigungen auf Grund dieser Vorschrift verweigert und wenn ja wie viele?

gez.
Heidi Beutin
Kreistagsabgeordnete