22. November 2010

Maisanbau für Biogasgewinnung in Stormarn

An die Verwaltung des Kreises Stormarn

Fachbereich Umwelt

Mommsenstrraße 13

23843 Bad Oldesloe

Bad Oldesloe, 21.11.2010

Anfrage mit der Bitte um Beantwortung im Umweltausschuss

Maisanbau für Biogasgewinnung in Stormarn

Biogasanlagen gelten im Allgemeinen als gute Idee, Gülle und Festmist sowie Agrarüberschüsse zu entsorgen, um in umweltfreundlichen Blockheizkraftwerken aus dem Gas elektrische Energie und Wärme zu erzeugen.

In letzter Zeit mehren sich Presseberichte, dass es immer lukrativer wird, Mais einzig für diesen Zweck anzubauen, was auch geschieht.

Negative Umwelteinflüsse durch intensive Landwirtschaft (Monokulturen, Boden- und

Grundwasserbelastung, Artenrückgang) sind dabei verdeckt und unauffällig für die Öffentlichkeit.

Wurde z.B. ein Maisfeld stets für die Silagegewinnung wegen Milchwirtschaft genutzt und schafft der Betrieb die Rinder ab, wird im Folgejahr unter völlig anderen Bedingungen hinsichtlich Herbiziden und Pestiziden bei dem scheinbar gleichen Maisfeld, das nun aber nicht mehr für die Nahrungskette genutzt wird, Boden und Umwelt belastet.

Wir fragen die Verwaltung:

1.) Wie viel Biogasanlagen und in welcher Größe gibt es zur Zeit im Kreis Stormarn ?

2.) Wie viel Biogasanlagen und in welcher Größe sind in Bau oder geplant?

3.) Wie hat sich die Größe der Anbaufläche für Mais in den letzten 5 Jahren im Kreis entwickelt?

4.) Werden die Veränderung, z.B. in einem Kataster erfasst und fortgeschrieben?

5.) Welche Umweltschutzmaßnahmen betreibt der Kreis Stormarn in dieser Angelegenheit?

Für die Fraktion DIE LINKE

Horst-Peter Kischka

Bgl. Mitglied im Umweltausschuss